Portrait Produkte

SMOKECRAFT Vodka Hersteller Rob Köcke im Food Fellas Interview „ein Stück Romantik der Kindheit“

Robert Köcke SMOKECRADT Vodka für Food Fellas

Bei uns Food Fellas begann es auf dem Supper Club von Food Boogie, auf dem der neue Stern am Gastrohimmel Marlene Berger mit dem SMOKECRAFT Vodka von Rob Köcke kochte und den wir selbstverständlich dort auch probieren durften (hier könnt Ihr die Rezension zum gastronomischen Abend lesen). Und schon waren wir hooked. So besonders. Rauchig und weich im Geschmack. Eine Assoziation an Wald und Holz und eine wohlige Wärme im Bauch. Dann kamen die Fragen: Wie geht das denn? Wie bist Du drauf gekommen, Vodka zu smoken? Hat das lange gedauert? Wo kann man den SMOKECRAFT Vodka denn kaufen? 

Und als wir Rob Löcher in den Bauch gefragt hatten, dachten wir, das könnte ja auch unsere liebe Food Fellas Leser und Leserinnen interessieren! Gedacht, gefragt, getan.

Wir haben Rob Köcke von SMOKECRAFT Vodka interviewt und verlosen eine Flasche des besonderen und extrem schmackhaften „Single Wood Vodka“

Bild Flasche SMOKECRAFT Vodka Food FellasDer Vodka ist ein geräucherter Handsmoked-Edelholzvodka. Die Herstellung ist  handgemacht und aufwendig. Auch die Flaschen werden handgefertigt. Aber alle Details zu diesem hochwertigen und einzigartigen Produkt erzählt Euch Rob selbst im Interview. Enjoy!

Food Fellas: Lieber Rob, diese Frage musstest Du bestimmt schon das eine oder andere Mal beantworten aber trotzdem, wir wollen es wissen:

Wie kamst Du auf die Idee für den SMOKECRAFT Vodka?

Rob Köcke: Ich bin ein leidenschaftlicher Hobbykoch und nach einem Räucherseminar südlich von Berlin kam ich mit dem Wissen im Gepäck heim und die einzige Frage die der Anfang und Auslöser der Idee zum SMOKECRAFT gab, war die Frage, „Wie riecht eigentlich trockenes Holz, wenn es zerbricht? Kann ich die ätherischen Öle und Harze eigentlich auf Glas räuchern und in einem Destillat transportieren?“  Ich kaufte daraufhin auf Flohmärkten Gläser und Vasen ein und fing an der Technik zu feilen, Glas zu räuchern um das natürliche Holzaroma zu extrahieren.

Nach ca. einem halben Jahr war es soweit. Die Ergebnisse entsprachen meinen Wünschen und Vorstellungen.

Mir viel auf, dass es hinter der Bar schwierig ist, einen rauchigen Cocktail ohne Einsatz von Whisky zu bauen. Der Whisky bringt von Natur aus einen sehr dominanten Geschmack mit, den ich zwar persönlich liebe, aber wenn ein Mixologe und ich – ich stelle die Kunst des Mixen mit dem eines Kochs gleich – ein besonderes Rezept kreiert, soll der Gast der das Rezept probiert, es auch in seiner Vielfalt so geniessen können, wie es vom Erfinder erdacht ist.

Der Whisky macht in den meisten Fällen aber einen Strich durchs Rezept, denn die Whiskynote steht immer im Vordergrund und überlagert alles; so kam der SMOKECRAFT auf den Markt. Ein neutral schmeckendes Destillat mit einem 40% Vol. Alk. Sommerweizenvodka; mit einem echten klaren unverfälschten Rauchkörper, mit dem natürlichen Geschmack von Holz. Jedes Holz hat seine eigene Farbe, Geschmack und Geruch.

Food Fellas: Und wie kamst Du von der Idee zum tatsächlichen Machen?

Rob Köcke: Ich habe nun in den vergangenen Jahren mehr als zehn Räucheröfen gebaut und nach meinen Wünschen verändert, da ich diversen natürlichen Gesetzen unterliege, um zu einem richtigen verkehrsfähigen Ergebnis zu kommen. Gerade die letzten Monate habe ich am neuen Verfahren gearbeitet und mir mit Unterstützung eines Maschinenbauers aus Süddeutschland eine neue Maschine entwickeln lassen, die in der Lage ist, grosse Mengen (< 100 Tsd.) Flaschen zu produzieren.

Food Fellas: Was hat es mit dem Edelholz auf sich?

Rob Köcke: Ich fühlte mich im Schaffensprozess der Marke SMOKECRAFT an meine Kindheit erinnert. Ich habe immer viel in der Natur gespielt und war lange im Wald unterwegs und bin auf Bäume geklettert. Schöne Momente waren das, wie ich als kleiner Junge immer wieder ruhig unter einem ausladenden Blätterdach auf einer Wiese lag und nichts als das Summen der Insekten und Rauschen der vielen Blätter im Wind von unten zu beobachten. Imposanter Anblick, so riesige Äste über einem, die wie Arme immer leicht am hin und her schweben sind.

Naja, das ist wohl ein Stück Romantik der Kindheit, die ich mir damit bewahre.

Rob Köcke mit Flasche Smokecraft Vodka Food Fellas Interview

Food Fellas: Welche Zutaten verwendest Du oder besser gefragt: Wie läuft der Produktionsprozess im Groben ab?

Rob Köcke: Es war nicht leicht zu entscheiden, aber nach der Beratung eines Anwalts der auf dem Gebiet erfahren ist, unterliegt unser heutiger Prozess zum eigenen Schutz unserer Manufaktur der Geheimhaltung. Wir haben viel Zeit und Geld in die Weiterentwicklung des ersten Verfahren aus 2015 gesteckt und wollen nicht Gefahr laufen, dies an andere Wettbewerb zu verlieren. Ich kann behaupten, wir arbeiten komplett ohne Chemie, künstliche Aromen und nutzen keine Zuckercouleur und Fasslagerung. Wir müssen nicht kosten- und zeitintensiv Fässer lagern, um damit ein rauchiges Bouquet mit unseren Produkten zu erzeugen.

Food Fellas: Was ist geschmacklich passiert vom ersten Trial bis zum heutigen SMOKECRAFT Vodka?

Unsere Produkte haben eine bemerkenswerte Metamorphose genommen, wenn es um Geschmack und die Reinheitsfrage geht. Freunde bringen mich oft zum Lachen, wenn es im Gespräch um die ersten Chargen geht.

Sie waren tatsächlich zu rauchig und holzig. Der Begriff Bretthart wurde da von einem australischen Freund geprägt. Heute hingegen sind die verschiedenen Holzsorten geschmacklich ausgereift.

Je nach Einsatz von Obst oder Hartholz, kann der Geschmack von SMOKECRAFT Produkten von umami zu fruchtig, von salzig bis süss von Kardamon bis Lavendel und blumig wie Zedernholz gehen.

Food Fellas: Du bist noch relativ frisch als „Foodpreneur“ unterwegs, Deinen Vodka gibt es erst seit 2015 – und zack bist Du bzw. dein Vodka schon hochkarätig prämiert, zum Beispiel mit IWSC Silber 2016 & CWSA Gold 2017 vom Bundeswirtschaftsministerium „Hand Made in Germany Produkt 2016“. Bist du über Deinen schnellen Erfolg selbst überrascht?

Rob Köcke: Ich bin sogar ziemlich erschrocken, wenn ich bedenke, dass diese Idee einfach auf Basis eines kleinen Gedankens von mir in einer Garage oder um genau zu sagen, in einem Treibhaus einer grossen Gärtnerei entstanden ist. Der Zuspruch von Mixologen und Kunden aus dem HoReCa widerspiegelt unseren spannenden Erfolg. Die vielen Messebesucher und deren Reaktion auf unsere Drinks und Kreationen bestärken uns ein weiteres Kapitel einzuläuten. Es ist wirklich wie ein grosser Krimi für mich.

Jetzt im Juni sind wir eingeladen worden, durch die Wirtschaftsförderung Brandenburg als Teil der deutschen Delegation und Unternehmerreise für kleine bis mittelgrosse Unternehmen nach Australien. Wir sind über diesen Zustand sehr glücklich.

Food Fellas: Was war das schönste Kompliment, das Dir jemand zu Deinem Vodka gemacht hat?

Rob Köcke: Das weiß ich noch ganz genau. Das größte Lob kam erstmalig von einem Messebesucher. Ich war auf einer Whiskymesse mit meinem Single Wood Vodka in Süddeutschland unterwegs.

Zum Ende des Messetages kam ein Besucher zurück und sagte mir, dass mein Produkt für Ihn das Highlight auf der gesamten Messe war. Anfänglich machte mich das recht unsicher, heute fühlt es sich gut an. Mittlerweile bekomme ich solch Aussagen von Gästen zum Ende des Tages häufiger und freue mich über diese Form der Bestätigung sehr.

Bild Flasche Smokecraft Vodka Food Fellas Blog

Food Fellas: Was passiert nach Wunsch in den nächsten 5 Jahren mit SMOKECRAFT Vodka?

Rob Köcke: SMOKECRAFT möchte diverse Neuheiten bringen, wir machen unsere Holzspäne selber. Wir brauchen sehr geringe Mengen einer Sorte um damit das natürliche Aroma in Lebensmitteln zu transportieren. Wir möchten zukünftig anderen Produkte schaffen, sowohl im Food als auch Beverage Segment.

Wir suchen einen starken nationalen Partner und Distribution für uns, um die Marke bekannter zu machen. Schon heute ist die Nachfrage aus dem Ausland hoch und wir können bisher darauf nur sehr begrenzt reagieren.

Lieber Rob, vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit deinem SMOKECRAFT Vodka.

Wir verlosen eine Flasche des SMOKECRAFT Vodka

Dazu einfach eine Mail schreiben an dear@food-fellas.de (Brieftaube geht auch) mit dem Betreff „Ich muss den SMOKECRAFT Vodka mal probieren!“. Unter allen Teilnehmnden verlosen wir eine Flasche des edlen Tropfens. (Teilnahmeschluss ist der 06. Juni 2018)!

Wo Ihr den Vodka ansonsten kaufen könnt, erfahrt Ihr auf der Website zum SMOKECRAFT Vodka.