Portrait

Tamper meets Jigger –
Kaffee und Drinks in Neukölln

tamper meets jigger Raymund Peters

Der Körnerkiez in Berlin ist mittlerweile eine beliebte Anlaufstelle für Gastronomiesuchende aller Art: Italiener, Mexikaner, Kaffee und Kuchen. Alles da. Jetzt ist noch eine besondere Location dazukommen. Das Tamper meets Jigger bietet nicht nur besondere Cocktails, sondern auch exklusiven, selbst gerösteten Kaffee an, wie schon Name und Logo verraten.

„Ich biete die zwei Dinge an, die mich am meisten begeistern. Drinks und Kaffee. Für beides schlägt mein Herz höher!“, sagt Raymund Peters, Besitzer, Chef-Barkeeper und Kaffeeröster in einer Person.

tamper meets jigger Logo

„Tu das, was dich am meisten begeistert, wenn du das gut machst, finden es andere auch gut.“

Diesen Weg verfolgt der gebürtige Berliner jetzt mit ganzer Kraft und Engagement. Seine neu eröffnete Bar in der Jonasstraße in Berlin-Neukölln bietet Weine und Spirituosen, das meiste wurde in Deutschland produziert, alles ist liebevoll und Bedacht ausgesucht. Mittelpunkt der in Grün und Holz gehaltenen Bar ist der große, schwarz geflieste Tresen, um den herum sich alles abspielt. Wer ‚Leute gucken‘ will, ist im Schaufenster gut aufgehoben, für Ruhe und Privatsphäre kann man sich weiter hinten zurückziehen.

tamper meets jigger bar Körnerkiez Neukölln
© Roberto Satta

Ausgestellt wird auch Kunst aus dem angeschlossenen Prachtsaal-Studio; die ehemalige Tanzschule wurde aufwendig restauriert und ist jetzt Atelier für Kreative aller Art.

Raymunds Cocktailkreationen sorgten schon für den 2. Platz bei der renommierten australischen Woodforde Reserve Whiskey Competition. Stationen in den Bars vom Hotel Ritz und Adlon folgten. Seine Liebe zu Kaffee hingegen entdeckte er während seiner Zeit als Restaurantleiter in Melbourne, mittlerweile benutzt er nicht nur seine eigene Röstung, sondern verkauft sie auch in Päckchen.

Was ihn ins Herz von Neukölln verschlagen hat, mit welchen Herausforderungen er während der Eröffnung am meisten zu kämpfen hatte und wie seine Kreationen zu ihren außergewöhnlichen Namen gekommen sind – wir haben nachgefragt.

taper meets jigger smoking drink
© Roberto Satta

Food Fellas Interview mit Tamper Meets Jigger Chef Ray Peters

 

Food Fellas: Herzlichen Glückwunsch zur Eröffnung deines ersten eigenen Ladens! Was war der ausschlaggebende Punkt für dich selbständig zu werden?

Raymund Peters: Nach meinen Stationen im Reingold, und den Bars im Ritz und Adlon, bin ich nach Melbourne gegangen. All diese Stationen waren wichtig um festzustellen, dass ich meine Kreativität gerne mehr ausleben möchte. Als ich den Laden das erste mal besichtigt habe, war klar, dass ich hier genau das machen kann, was mir wichtig ist: guten Kaffee und hochwertige Cocktails. Mit meinem Bruder, der Architekt ist, habe ich den Laden komplett umgebaut. Meine Kreativität steckt also wirklich in jedem Winkel des Ladens…

 

Food Fellas: Der Name deiner Bar ist ungewöhnlich, wie kam es zur Namensfindung?

Raymund Peters: Das hat sich ganz natürlich ergeben: es gibt Kaffee und Drinks. Für das eine braucht man einen Tamper, das ist der Stampfer, mit dem der Kaffee im Siebträger festgestampft wird; für das Mixen von Drinks ist ein Jigger vonnöten, ein wasseruhrförmiger Barmessbecher…

 

Food Fellas: Was ist das Besondere an deinen signature drinks?

Raymund Peters: Die Cocktails sind den ehemaligen Besatzungszonen thematisch zugeordnet. Der englisch-inspirierte 5 o‘clock- Drink ist klassischerweise auf der Basis von Gin, wird mit English Breakfast Tea und Cold Brew Coffee Tonic verfeinert.

Raymund peters signature drink
© Roberto Satta

Food Fellas: Neben den Besatzungszonen-Drinks findet man auch den Körnerparkcocktail: was hat es damit auf sich?

Raymund Peters: Klar, wir sind hier im Körnerkiez, das ist der erste Grund. Der zweite: bei den Teilnahmen an internationalen Wettbewerben in der Cocktail-Szene, wurde mit dem Antreten eines Deutschen immer sofort Jägermeister assoziiert. Ich hab das als Anstoß genommen, einen exklusiven Drink auf einem Kräuterlikör aufzubauen.

 

Food Fellas: Was ist für dich die größte Herausforderung bei der Gründung gewesen?

Raymund Peters: Die Baumaßnahmen waren massiv, mein Bruder und ich haben hier viel Schweiß und Blut gelassen. Das Absegnen durch die Berliner Behörden war der zweite Schritt, der mich viele Nerven gekostet hat. Das Ergebnis ist umso besser geworden.

Vielen Dank für das Interview + und wir freuen uns natürlich, dass Du direkt an unserem Prachtsaal Studio bist + viel Erfolg weiterhin!

Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte, für den hat Raymund Dienstag bis Donnerstag und Sonntag von 10-22 Uhr geöffnet, Freitag und Samstag bis 24 Uhr.
Jonasstr. 22, 12053 Berlin