„Wenn Handwerk und Basis sitzen, wird der Geist frei für Kreativität. Die Natur unserer Region inspiriert mich täglich – was ich sehe, rieche und fühle, fließt direkt in meine Küche ein.“ — Harald Rüssel
Ein Landhaus, das alles richtig macht

Es gibt Orte in der deutschen Spitzengastronomie, die sich nicht erklären lassen – die man einfach erlebt haben muss. Rüssels Landhaus in Naurath/Wald ist so ein Ort. Versteckt in einem stillen Seitental der Mosel, im Hunsrück, liegt das ehemalige Mühlengebäude, das Harald Rüssel und seine Familie seit 1992 in ein Refugium für Genießer verwandelt haben – mit 14 individuellen Zimmern und Suiten, einer Terrasse am eigenen Teich und einer Küche, die seither nicht aufgehört hat, zu begeistern.
Dabei war der Start alles andere als selbstverständlich. Was als mutiges Projekt in der rheinland-pfälzischen Provinz begann, wurde schnell zur Referenz: Im Eröffnungsjahr adelte das Feinschmecker-Magazin das Haus als „Aufsteiger“, der Gault Millau kürte es zur „Entdeckung des Jahres“ – und wenige Monate später folgte der erste Michelin-Stern. Den hält Rüssels Landhaus seitdem ohne Unterbrechung. Heute zählt das Haus 17 Gault-Millau-Punkte und ein FFFF+ – und wäre damit längst in jede Bestenliste der deutschen Gastronomie einzutragen.
Heute beherbergt das Landhaus zwei Restaurants: das Gourmet-Restaurant mit seiner kreativen, modernen Küche voller regionaler Tiefe und das Restaurant Hasenpfeffer, das sich ganz den Wildspezialitäten aus eigener Jagd und der frischen Landart-Küche der Umgebung verschrieben hat. Zwei Konzepte, eine Philosophie: das Beste der Region, mit Handwerk und Herzblut auf den Teller gebracht.
Sternekoch, Jäger, Gastgeber, Visionär

Harald Rüssel ist mehr als ein Sternekoch. Er ist Jäger mit eigenem Revier, Produzent eines Waldgins – und einer jener raren Köche, die ihre Küche nicht als Selbstzweck begreifen, sondern als Ausdruck eines Lebens, das tief im Rhythmus der Natur verwurzelt ist. Wildkräuter von den Wiesen, Pilze aus dem Wald, Fische aus dem Fluss, Wildbret aus dem eigenen Revier: Das ist kein Konzept, das ist sein Alltag.
Die FAZ hat ihn im vergangenen Jahr gemeinsam mit seinem Sohn Frederik als „Wildkoch des Jahres“ ausgezeichnet – eine Anerkennung, die nicht nur einem einzelnen Gericht gilt, sondern einer Haltung. Einer Haltung, die besagt: Regionalität ist kein Trend, sondern eine Entscheidung. Und Saisonalität kein Marketingbegriff, sondern Grundbedingung jeder ehrlichen Küche.
An seiner Seite stehen inzwischen seine beiden Söhne Maximilian und Frederik, beide ausgebildete Köche, beide Jäger – wie ihr Vater. Sie bringen neue Einflüsse ins Landhaus, ohne die Essenz zu verlieren, die Rüssels Küche unverwechselbar macht. Zwei Generationen, eine Küche, viele Geschichten.
Das Buch: „Wilde Zeiten Küche“
Seit dem 27. März ist es da – und es ist mehr als ein Kochbuch. „Wilde Zeiten Küche. Unsere Rezepte rund ums Jahr“ (DK Verlag, 240 Seiten, 35 €) ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Küche, die zwischen Wald, Wiese und Fluss entsteht – und in der Spitzengastronomie ankommt, ohne ihre Herkunft zu verleugnen.

Auf über 70 Rezepten zeigt Harald Rüssel, wie außergewöhnlich die Bandbreite seiner Zutaten ist – und wie überraschend leicht und fein sie sich auf dem Teller präsentieren können. Die Rezepte spannen einen weiten Bogen: von vegetarischen Köstlichkeiten wie Ofenspitzkohl mit Essigzwetschgen über Fischgerichte wie Zander in Salbeimilch mit Zitrusrisotto bis zu klassisch-wilden Kreationen wie Hirschfilet mit Curry-Bulgur. Und wer glaubt, die Wildküche endet vor dem Dessert, wird vom eleganten Rieslingsüppchen mit Johannisbeeren eines Besseren belehrt.
Das Buch funktioniert aber nicht nur als Rezeptsammlung – es ist ein Einblick in eine Arbeitsweise, eine Philosophie, einen Alltag. Rüssel lässt uns teilhaben an seinem Fachwissen über Regionalität und Handwerk, an seinem Verständnis davon, was moderne Landküche heute bedeuten kann. Atmosphärisch in Szene gesetzt von Kultfotograf Joerg Lehmann, der dem Buch eine visuelle Sprache gibt, die genauso unaufgeregt und präzise ist wie die Küche selbst.
Das Ergebnis: ein Buch, das man aufschlägt und nicht mehr weglegt – und das einen mit der Frage zurücklässt, warum man nicht schon längst öfter in Naurath/Wald eingekehrt ist.
Verlosung: „Wilde Zeiten Küche“ zu gewinnen!

Wir verlosen drei Exemplare von Harald Rüssels „Wilde Zeiten Küche“ — frisch erschienen bei DK, 240 Seiten Inspiration für die heimische Küche.
So macht ihr mit: Schreibt uns bis zum 10. April an dear@food-fellas.de: Welches regionale Produkt aus eurer Heimat verdient einen Platz auf dem Sterneteller – und warum?
Teilnahmeschluss: 10. April · Auslosung per Zufallsprinzip · Benachrichtigung der Gewinner:innen per E-Mail oder DM via Social Media Kanäle der Food Fellas · Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
„Wilde Zeiten Küche“ von Harald Rüssel, DK Verlag · 240 Seiten · 35 € · Ab sofort im Buchhandel und online erhältlich.
Fotos (c) Joerg Lehmann

