Food Fellas sind Partner von „in via gustum - Wege zum Genuss“ - Spot on für Projekt & Gründerin Beate E. Wimmer - FOOD FELLAS
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Food Fellas sind Partner von „in via gustum – Wege zum Genuss“ – Spot on für Projekt & Gründerin Beate E. Wimmer

„in via gustum – Wege zum Genuss“ ist ein Herzensprojekt von Beate E. Wimmer (BEW). Es ist als logische Konsequenz aus ihrem Tun und Handeln entstanden und stellt die Protagonisten des guten Geschmacks vor, die Beate auf ihrer Reise mit dem Wohnmobil besucht.

Die Food Fellas hatten schon seit einiger Zeit die Podcasts mit dem Who-is-Who der deutschen Gastro-Szene verfolgt und schätzen in via gustum sehr. Nach einem Kennenlernen und Austauschen über Köche, Produzenten, Netzwerke und kulinarische Visionen, war schnell klar, dass wir den Weg zum Genuss gemeinsam noch besser gehen können.

Food Fellas werden ab sofort ein Partner von in via gustum

Wir möchten unsere Reichweite und unser Netzwerk nutzen, um in via gustum noch sichtbarer zu machen und noch mehr Menschen auf den Weg zum Genuss mitzunehmen.

Dazu stellen wir nicht nur das tolle Konzept von BEW vor, sondern die Power-Frau in einem Interview vor.

Mit dem Wohnmobil durch die Welt. Foto: BEW.

Nach ihrer Ausbildung an der Deutschen Wein- und Sommelierschule und der Fachhochschule in Geisenheim stand für Beate E. Wimmer sehr schnell fest, dass sie das Thema „Essen und Trinken“ besetzen würde. Denn sie hat sich im Laufe ihres Berufslebens einen Ethos erarbeitet, den zu verlassen sie nicht mehr bereit war.

„Für mich haben Nachhaltigkeit, Artenvielfalt und Artenerhalt einen hohen Stellenwert bekommen. Ich lehne jegliche Form der Massenproduktion ab und werde nicht müde, gerne und ausführlich darüber zu berichten.“

Beate E. Wimmer – Gründerin von in via gustum, Wege zum Genuss

Dabei schränkt es die Vielfalt in keiner Weise ein. Im Gegenteil, sie kauft und konsumiert sehr bewusst und hat große Freude an dem, was sich immer wieder neu entdecken lässt.

Mit „in via gustum – Wege zum Genuss“ besucht Beate E. Wimmer Weingüter, Restaurants und Manufakturen. Dabei sind vor allem Handwerk, Herkunft und Authentizität von großer Bedeutung.

Sie recherchiert, prüft und bewertet. Nur wer den Vorstellungen Stand hält, bekommt auch eine Empfehlung. Der Fairness halber berichtet sie dabei nicht über Betriebe, die anders arbeiten, als es ihrem Anspruch gerecht wird. Es ist ihr wichtig zu betonen, dass Genuss nicht unbedingt in den ausgezeichneten Häusern Europas stattfinden muss. Handwerklich arbeitende Menschen mit Liebe und Leidenschaft zum Produkt sind bei „in via gustum“ herzlich willkommen. 

Unser virtuelles Treffen mit BEW war geprägt von Leidenschaft und dem fundierten Wissen über Lebensmittel und Weine. Wir waren begeistert und haben ihr direkt eine paar Interviewfragen, um die Wein- und Genuss-Begeisterte hier genauer vorzustellen:

Food Fellas Interview mit Beate E. Wimmer

Foto: Beate Wimmer / BEW

Food Fellas: Liebe Beate, Du bist mit Deinem Niesmann-Bischoff-Wohnmobil auf den Wegen des guten Geschmacks unterwegs. Gibt es Stationen, die Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben sind?

Beate E. Wimmer:

Ich habe mir im letzten Jahr ein kleines Wohnmobil gekauft und bin in 14 Monaten rund 33.000 km damit gefahren.

Dass ich  so viel unterwegs sein werde habe ich nie gedacht. Die Wege zum Genuss sind vielfältig und sehr unterschiedlich. Deshalb habe ich mich vor 2 Monaten entschlossen, den SMOVE von Niesmann + Bischoff zu kaufen, um damit 1,40 m Länge und mehr Komfort zu haben. 

Mir sind viele Stationen in Erinnerung. Wer mich kennt weiß, dass ich auch leidenschaftlich gerne nach Kroatien fahre. Die „Genuss- und Weinlandschaft“ dort hat sich extrem verändert. Das kann ich sehr gut beurteilen, da ich dieses einzigartige Land seit 28 Jahren bereise. Sowohl der Wein als auch die Kulinarik haben Quantensprünge gemacht. In diesem Jahr habe ich wegen Corona erstmals diese Reise ausfallen lassen müssen, was ich für vernünftig halte. Deshalb habe ich mich auf Deutschland konzentriert.

Ich habe für mich die Hashtags #deutschlandistschön und #thatswhytheladyisatramp kreiert und poste sehr gerne meine Eindrücke in Social Media. Wiederentdeckt habe ich tatsächlich das größte Weinbaugebiet Deutschlands, nämlich Rheinhessen.

Und hier habe ich mich auf eine für Deutschland in dieser Form einzigartige Lage konzentriert: Niersteiner Roter Hang. Es handelt sich um ein vor rund 280 Mio Jahren entstandenes rotes Gestein, das sich zwischen Nierstein und Nackenheim am Rhein erhebt. Im nördlichen Teil bei Nackenheim fallen die Weinberge steil gen Osten ab, dem Rhein entgegen.

Kurz vor Nierstein wendet sich der Hang vom Rhein ab und wird somit zur Südlage. Während meiner Ausbildung war es laut rund um den Roten Hang und wir haben Weine von allerhöchster Qualität verkostet. Mittlerweile ist es nicht nur mir etwas zu leise um die einzigartigen Weine und deren Macher geworden. Und so habe ich mich über 4 Wochen mit diesem Faszinosum auseinander gesetzt. Ich bin durch den Hang gelaufen, habe ihn gespürt und eingeatmet.

Ich habe einige TOP-Produzenten besucht und wahrlich Kostbarkeiten wiederentdeckt. Ich habe viele Gespräche auch außerhalb der Weingüter geführt. Mein Fazit: Diesen Hang kannst du nicht beherrschen. Du darfst nehmen, was er dir Jahr für Jahr, Generation zu Generation, immer wieder zu geben bereit ist. In Kürze werde ich mehr darüber berichten. 

Food Fellas: In Deinen Podcasts interviewst Du Köche, Winzer und Produzenten/Lieferanten. Hast Du in den Gesprächen eine Tendenz der Branche für die Zukunft gespürt. Hoffnungen aber auch Ängste, wohin die Reise in naher und ferner Zukunft für die Gastronomie hingeht?

Beate E. Wimmer:

Ich bin da sehr im Zwiespalt. Habe ich zu Beginn der Pandemie die neue Aufbruchstimmung in der Gastronomie wahrgenommen und begrüßt, so muss ich leider oftmals ein „wir machen weiter wie bisher“ feststellen. 

Ich bin überzeugt, dass wir in den kommenden drei Monaten viele Zusammenbrüche in der Branche erleben werden. Hier sind die Verbände, die Politik und die Betriebe in der Pflicht, Konzepte zu erarbeiten und umzusetzen.

Food Fellas: Das Reisen mit dem Wohnmobil erfährt durch Corona eine stark gestiegene Nachfrage. Du bietest zukünftig Genießer-Touren im Konvoy an und führst Menschen zu den schönsten kulinarischen Locations. Kannst Du dazu schon mehr verraten?

Beate E. Wimmer: Corona hat auch mich hart getroffen. Mir sind in diesem Jahr 37 Veranstaltungen als Moderatorin und Genussbotschafterin weggebrochen und ich habe einsehen müssen, dass der Aufbau der letzten vier Jahre nicht nachhaltig genug war.

Wobei mir da meine vielen Reisen und Erfahrungen entgegen kommen. Jetzt plane ich mit einem Kollegen „Genussreisen“ durch Kroatien, Slowenien, Österreich und Deutschland. Zunächst werden wir diese exklusiv den Wohnmobilisten anbieten. In zwei Wochen können wir mehr darüber berichten. Der Start für diese Reisen wird das Frühjahr 2021 sein. Wir werden unsere Gäste mit unseren Wohnmobilen begleiten und ihnen eine unvergessliche Zeit bescheren. 

Food Fellas:

Wie erlebst Du den Wandel in der Gastronomie?

Zum einen in Bezug auf den Umgang miteinander hinter den Kulissen und zum anderen in Hinblick auf die immer noch Männer dominierte Gastro-Branche, die sich aber mehr und mehr die Gleichberechtigung auf die Fahnen schreibt?

Beate E. Wimmer:

Auch das ist wieder eine Frage, deren Beantwortung mir am Herzen liegt.

Der Wandel in der Gastronomie kann sich aufgrund der hohen und oftmals nicht nachvollziehbaren Auflagen durch den Gesetzgeber kaum vollziehen. 

Gerade in diesem Sommer, der auch wieder sehr trockene und heiße Phasen mit sich brachte, habe ich die Mitarbeiter in der Gastronomie nicht um ihren Job beneidet. Ich bin ein überzeugter Maskenträger und gebe trotzdem gerne zu, dass ich mir nach ein paar Minuten diese fast aus dem Gesicht reiße. 

Dazu kommt das Verhalten des Gastes, der sich ebenfalls mit den Veränderungen schwer tut. Ich habe oftmals erlebt, dass die Menschen kein Verständnis haben und meinen, die gastronomische Welt habe sich nicht verändert. So nach dem Motto: die können doch jetzt froh sein, dass sie wieder Gäste haben. Hier wird Dienstleistung in Deutschland einfach immer noch völlig falsch verstanden und gelebt. 

Was die „Männderdomäne“ betrifft, so ist es in der Weinwelt nicht anders. Das will ich aber nicht den Männern alleine anlasten, sondern da haben wir Frauen einen grossen Anteil an der Entwicklung. Solange die Frauen nicht den Schulterschluss machen und sich auf ihre Stärken besinnen, solange wird sich daran nichts ändern.

Wir geben den Herren einfach viel zu viele Steilvorlagen. Ein Beispiel: Männer können in der Sache hart streiten und sich auseinandersetzen. Sie stehen in den meisten Fällen anschließend gemeinsam an der Theke und scherzen miteinander. Diese Art der Abgrenzung fehlt uns Frauen leider oft. 

Food Fellas: Last but not least: Ein perfekter kulinarischer Moment bedeutet für Dich?

Der perfekte kulinarische Moment ist für mich, wenn ich mit allen Sinnen schmecken kann.

Das kann auf einer Wiese mit einem lieben Menschen und einem gut gefüllten Picknickkorb sein. Das kann in meiner Küche sein, das kann auch in einem Restaurant sein. Für mich ist der perfekte Moment, wenn ich den Genuss teilen kann. 

Liebe Beate, vielen Dank für das Interview und wir freuen uns, in via gustum medial zu begleiten!